Währung – Ja, aber welche?

Second Life (mit Nullwachstum und internem Rückgang) und die immer größer werdenden OpenSimulator-Grids definieren eine wichtige Gruppe der virtuellen Welten: 3D3C-Grids = 3D, Community, Creation und Commerce (Siehe dazu auch 3D + 3C = “Real” Virtual Worlds)

 

Die wichtigsten Varianten des Umgangs mit Währungssystemen aus Sicht in Deutschland ansässiger Betreiber sind:

Keine Währung
Dies vermeidet die Notwendigkeit, weiter über Wärung nachzudenken, schliesst aber auch wirksam alle Möglichkeiten des “Commerce” aus. Grids mit diesem Ansatz sind nicht 3D3C.
Metropolis ist ein Beispiel für ein Grid ohne Währung.

Eigene Währung mit Sitz in Deutschland (erfordert Banklizenz)
In Deutschland benötigt man für den Betrieb einer virtuellen Währung mit Anbindung an eine echte Währung eine Banklizenz. Sobald echtes Geld über Konten in einem System von einem Benutzer zum anderen transferiert werden kann, betreibt man eine Bank mit Genehmigungspflicht.
GermanGrid hat z. B. eine diese Kriterien erfüllende eigene Währung.

Eigene Währung mit legalem Sitz im Ausland
Die Firma zum Betrieb des Währungssystem wird in einem Land mit einfacheren Regeln für Bankgeschäfte gegründet. Diese Firma betreibt dann das Währungssystem im Auftrag und legalisiert die Aktivitäten im Grid.
Avination nutzt beispielsweise diese Konstruktion, um im Grid eine eigene Währung anzubieten.

OMC als Währung (de facto Standard)
Der OMC hat die Firma VirWox und die TU Graz im Hintergrund. VirWox hat bereits in SecondLife einen stabilen L$ Währungsumtausch und betreibt mit dieser Erfahrung seit längerer Zeit den OMC für die OpenSimulator-Welt. Gute Reputation, solides System, einfache und sicherere Einbindung in OpenSimulator-Grids.
Grids mit OMC: >30 (https://www.virwox.com/omc-open-metaverse-currency.php)

Es gibt noch weitere Varianten, diese sind jedoch zu proprietär, um bei dieser Betrachtung eine Rolle zu spielen.

 

Von Gridbetreibern selbst in Leben gerufene Währungen sind kritisch zu betrachten, da hier viel Vertrauen in die technischen, kaufmännischen und juristischen Fähigkeiten der meist kleinen Unternehmungen nötig ist. Jeder Benutzer muss hier die Risiken für sich selbst abschätzen. Man kann hier auch durch die Beschränkung auf geringe Kontostände die Gefahren für sich eingrenzen.

OMC ist zu bevorzugen, da hier ein Unternehmen mit langjähriger Markterfahrung und guter Reputation dahinter steckt. Die Akzeptanz des OMC in bereits mehr als 30 Grids macht ihn zum de facto Standard. Und mit dem neu eingeführten Konzept “OMC-Pocketmoney” wird der OMC nun richtig praktisch.

 

TalentRaspel virtual worlds Ltd. setzt seit langem auf OMC und hat damit beste Erfahrungen gemacht.

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4 Antworten auf Währung – Ja, aber welche?

  1. Dorena sagt:

    “Keine Währung
    Dies vermeidet die Notwendigkeit, weiter über Wärung nachzudenken, schliesst aber auch wirksam alle Möglichkeiten des “Commerce” aus. Grids mit diesem Ansatz sind nicht 3D3C.
    Metropolis ist ein Beispiel für ein Grid ohne Währung.”
    Hm,..mag sein,..aber ich weiß nicht was generell gegen “3d2C”spricht?

    “Notwendigkeit”
    Warum?? Auch im Metro oder auch Dorenas World gibt es “Community und Creation” und erfreuen sich regen Wachstums.
    Man hilft sich gegenseitig tauscht Contente aus trifft sich miteinander zu Veranstaltungen.
    Sorry,..ich finde es doch etwas anmassend von einer allgemeinen “Notwendigkeit” zu sprechen

    • Internet Engineer sagt:

      Bitte genau lesen, dann fällt es leichter es zu verstehen. “anmassend” ist da sicher nichts, wenn dann wäre es ja auch eher “anmaßend”. Und auch nach aufwändigem Durchsuchen des Textes konnte ich keine Stelle finden, an der eine “allgemeine Notwendigkeit” gefordert wurde.

      “Notwendigkeit” wird hier in Verbindung mit der 3D3C-Definition verwendet. Generell spricht nichts gegen Metropolis und Dorenas World als 3D2C-Grids, nur bleiben sie ohne “Commerce” Hobby ohne Relevanz für die Industrie. Dies mag so gewollt sein und deshalb spricht auch nichts dagegen. Im Artikel wird Metropolis ohne jegliche Wertung als Beispiel benannt.

      Die zugrundeliegende Publikation (am besten auch mal lesen) von Yesha Sivan legt nicht ohne Grund “Commerce” als einen Bestandteil “echter” vitueller Welten fest. Nur virtuelle Welten der Kategorie 3D3C haben ernstzunehmendes Potenzial, um in der IT-Welt zu funktionieren.

      In dem Artikel von Yesha Sivan (September 2009) wird übrigens noch nicht von OpenSimulator gesprochen, sondern nur von Second Life. Interessant ist aber, dass wir inzwischen mit OpenSimulator eine echte Open Source 3D3C-Lösung bekommen haben. Insofern der Artikel wegweisend und übertragbar.

  2. Dorena sagt:

    Betrachtungen zu 3D3C

    Die Diskussion ob 3D3C oder 3D2C ist für uns nicht Relevant, wir habe auf unsere Fahne 3D3F geschrieben. 3F für Freetime, Fun und Folk. Wir erheben nicht den Anspruch auf Commercialität ebenso wenig auf Community und Commers. Wir sind ein Hobby- und Freizeitgrid.
    Viele Leute , welche in SL mit leuchtenden Augen mal eine Sim haben wollten, nur so zum Bauen, wollen wir die Chance geben ihren Traum zu verwirklichen.
    Unsere kleine Welt ist offen, auch für den kleinen Geldbeutel, keine Verpflichtungen, keine Notwendigkeiten Geld zu verdienen. Jeder kann seine Chance von eigener Sim oder eigenen Grid verwirklichen.
    Dafür gibt es auch nicht ganz so viel wie in einem Profiseller – Grid. Keine Währung, sondern einfach ein freies Miteinander. Den Aufwand eines Profigrids ist hoch und überlassen es gerne anderen Betreibern, welche Währung und andere Chikimikis anbieten, alle anderen Grunfunktionen sind gewährleistet.
    Dafür umso mehr eine liebevolle Betreuung, auch von den Anwohnern und freuen uns über jeden Besucher.

    Lieben Gruß
    Dorena

    • Internet Engineer sagt:

      “Wir sind ein Hobby- und Freizeitgrid.”

      Das ist doch prima. Dann solltet ihr euch aber bitte auch nicht immer gleich angegriffen fühlen, wenn Profis über Standards berichten.

      Freut euch doch lieber darüber und nehmt für das Hobby ein paar Informationen mit.

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